Der Draufgänger

Politik | Tiz Schaffer | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

KUNST Die Werkstadt Graz und das Grazer Stadtmuseum huldigen der Rennfahrer-Ikone und dem manischen Geschwindigkeitssüchtigen Jochen Rindt.

Jochen wusste, dass er mit schwachen Bremsen fährt", erzählt die Künstlerin Thelma Herzl von einer Begegnung mit Jochen Rindt kurz vor seinem Tod. Er sollte recht behalten. Am 5. September 1970 schafft der in Graz aufgewachsene Rennfahrer nach einem Überholmanöver beim Abschlusstraining zum Grand Prix von Monza die anstehende Parabolica-Kurve nicht mehr. Der Wagen überschlug sich mehrmals und Rindt starb noch im Rettungswagen. Höchstwahrscheinlich brach eine Bremswelle. Der Konstrukteur des Lotus 72 begeht in den Achtzigerjahren Selbstmord.

"Wenn du dein Auto kontrollieren kannst, dann fährst du nicht schnell genug", zitiert der Kunsttheoretiker Peter Weibel den 1994 ebenfalls verunglückten Rennfahrer Ayrton Senna. Ähnlich wie Herzl hat sich auch Weibel an einer von der Werkstadt Graz und dem Kurator Günter Holler-Schuster zusammengestellten


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