Es liegt nicht an uns

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Können wir öffentlich (miteinander) reden? Gegenbeweise: die Themen Europa und Schule.

Sind wir überhaupt noch imstande, uns über Dinge zu verständigen, die wichtig für uns sind? Betrachtet man die jüngsten Debatten über Europa und die Schulreform, muss man zu einer vernichtenden Antwort kommen. Nehmen wir zum Beispiel Cato, den nimmermüden Herausgeber der Kronen Zeitung. Er ruft nach Neuwahlen. Er will, dass das Volk über die EU entscheide. Über den EU-Vertrag muss nicht abgestimmt werden, sagten hingegen Kanzler Gusenbauer und Vizekanzler Molterer in seltener Einigkeit. Sie haben Recht! Gusenbauer hat nämlich ergänzt, es solle auf gesamteuropäischer Ebene darüber abgestimmt werden. Die gibt's dafür noch nicht, sollte es aber geben. Zu kritisieren gibt es an der EU genug. Wenn der gemeinsame Markt nur ökonomisch definiert wird und als oberstes Ziel hat, schrankenlosen Wettbewerb durchzusetzen, geht das Projekt daneben. Allerdings darf man nicht


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