Wenn Tote zucken

Politik | Silvana Schwitzer | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

ORGANENTNAHME Warum Ärzte und Pfleger oft darunter leiden, wenn sie Hirntoten Organe entnehmen, um Leben zu retten.

Bestimmt der Hirntod wirklich den definitiven Zeitpunkt des Todes? Bis wann befindet sich ein Mensch im Sterben, ab wann ist er "ganz" tot? Seit dem ersten Herzverpflanzungsversuch 1964 in den USA - als man das Herz eines Schimpansen in den Körper eines taubstummen Patienten transplantierte, der nach zwei Stunden an dem Experiment verstarb - hat sich die Transplantationsmedizin als Hightechmedizin in Riesenschritten weiterentwickelt - und Zehntausenden Menschen das Leben gerettet. Doch die Hirntoten sind in Wahrheit Sterbende, behauptet die Wissenschaftlerin Anna Bergmanns in ihrem Buch "Der entseelte Patient" .

Auch unter Ärzten und Pflegepersonal berührt das Thema ein Tabu. Das zeigen Gespräche mit Betroffenen, die unter der Zusicherung von Anonymität über ihre Erfahrungen sprechen. Österreich hat ein überaus liberales Transplantationsgesetz. Jeder medizinisch Geeignete


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