"Man stirbt nur einmal"

Politik | Silvana Schwitzer | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

GESPRÄCH Der Wiener Trans-plantationsmediziner Ferdinand Mühlbacher über die Reflexe Toter, die beatmet werden - und die Pietät gegenüber den Angehörigen von Organspendern.

Wieso zucken Tote? Was geschieht, wenn Hände und Knochen entnommen werden? Warum produzieren Hirntote noch Harn? Der Wiener Universitätsprofessor Ferdinand Mühlbacher gibt Auskunft. Er ist Vorstand der Universitätsklinik für Chirurgie und Leiter der Abteilung für Transplantation in Wien.

Falter: Herr Prof. Mühlbacher, wie sicher ist die Hirntoddiagnostik?

Ferdinand Mühlbacher: Sie ist wasserdicht! Und beschränkt sich keineswegs auf irgendwelche Nulllinien am EEG-Monitor, sondern von zwei Neurologen wird ein ganzer Katalog an Tests gemacht, um den Hirntod festzustellen.

Wieso haben machen Länder, wie beispielsweise England, eine andere Hirntoddefinition als Österreich?

Biologisch besteht zwischen ihnen kein großer Unterschied, lediglich in der Diagnostik. Der irreversible Ausfall des Hirnstammes zieht unweigerlich

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