Die Kampffrauen

Politik | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

Andrea Kdolsky und Doris Bures kämpfen wie Löwinnen um die Frauen. Die Reform des Kindergelds, ein einziger Hindernisparcours.

Das rote Wien hat beide Frauen geprägt. Andrea Kdolsky wollte raus aus der klassischen Arbeitersiedlung in Stadlau, wo ihre Mutter aufgewachsen war und ihre Großmutter, die sogenannte Poldi-Oma, als sozialistische Lokalgröße galt. Sie trat der ÖVP bei und wurde Ärztin. Doris Bures entschied sich hingegen schon als junges Mädchen für die Sozialdemokratie, die gelernte Zahnarztassistentin machte nach den ersten Jahren bei der Sozialistischen Jugend eine steile Parteikarriere. Familienministerin Kdolsky und Frauenministerin Bures sind zwei Aufsteigerinnen, die es geschafft haben, und heute darum streiten, wer die Vorherrschaft beim Frauenthema hat - wenn auch mit unterschiedlichen Mitteln. Kdolsky, die umtriebige schwarze Diva, die kein Fettnäpfchen auslässt, Bures die forsche Parteiarbeiterin, die weniger auf Glamour als auf Sachlichkeit setzt.

Ein mühsames


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