"Assimilation ist keine Einbahnstraße"

Politik | Isolde Charim | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

GESPRÄCH Der Kulturtheoretiker Homi Bhabha über sein Konzept der "Hybridisierung" und die Vor- und Nachteile des neuen Weltbürgertums.

Der gebürtige Inder Homi K. Bhabha ist weltweit einer der bedeutendsten Theoretiker der Cultural Studies. Zurzeit unterrichtet er an der Harvard University. Am 8.11. ist er Gast in der Reihe "Diaspora. Erkundung eines Lebensmodells", die das Kreisky-Forum in Kooperation mit dem Falter veranstaltet.

Falter: In einem Interview erzählte

Stuart Hall von einer Podiumsdiskussion mit ihm, Salman Rushdie und Ihnen, wo das überwiegend englische Publikum vehement sein Englischsein bestritt und auf seiner Hybridität, auf seiner kulturellen Vermischung, bestand. Ist das ein Erfolg für Sie?

Bhabha: Es ist ein großer Erfolg, wenn man es vom Alltagsleben, von der Alltagskultur aus betrachtet. In vielen Ländern Europas einschließlich England findet man im täglichen Leben einen hohen Grad an Austausch und Zirkulation von unterschiedlichen Kulturen, die an einer gemeinsamen


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