Hilfe, Webcam!

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

ÜBERWACHUNG Vom kleinen Wiener Geschäft bis zum Freibad. Beim Wildwuchs an Webkameras verletzen etliche Private die Rechte ihrer Kunden. Über Google kann jeder dabei zusehen.

Shishas stehen in den Regalen. Die Wasserpfeifen aus blauem, grünem, rotem Glas verleihen dem Geschäft einen Hauch von Orient. Am Ladentisch liegt der Tabak mit Fruchtaroma, der mit den Shishas geraucht wird. Ein älterer Herr nimmt ein Päckchen und schnüffelt sorgfältig daran. Dann kauft er es.

Wer früher Menschen beim Einkaufen zusehen wollte, musste das Haus verlassen. Heute genügt es, vor dem Computer zu sitzen und in Google "inurl:'axis-cgi/mjpg'" einzutippen. Das ist einer von mehreren Suchbegriffen, anhand derer sich Webcams aufspüren lassen (Erklärung siehe Kasten). Zu Webcams zählen nicht nur die kleinen Kameras in vielen PCs, sondern alle Kameras, die ihr Videosignal ins Netz speisen. Meist sind diese Bilder zum Gähnen, da sie öffentliche Plätze oder Skilifte nur aus weiter Entfernung beobachten.


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