Museumsdirektor Fan Di'An

"Es gibt Freiheiten genug"

Kultur | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

Mit dem National Art Museum of China (Namoc) leitet Fan Di'an eines der größten Museen seines Landes. Auf 22.000 Quadratmetern präsentiert das Namoc in Peking die Geschichte der bildenden und angewandten Kunst Chinas. Der 1955 geborene Kunsthistoriker hat zahlreiche Ausstellungen kuratiert, darunter auch die Gruppenschau "Living in Time" 2001 im Hamburger Bahnhof in Berlin, eine der ersten von der chinesischen Regierung unterstützten Präsentationen chinesischer Gegenwartskunst. 2005 wurde im Namoc die Wanderausstellung "Neue abstrakte Malerei aus Österreich" gezeigt.

Falter: Hat es nur im Westen so den Anschein, oder spielt die Abstraktion in der modernen chinesischen Kunst keine Rolle?

Fan Di'an: Abstrakte Kunst ist in China nicht sehr verbreitet. Das hat mit der Entwicklung im 20. Jahrhundert zu tun, wo es drei wichtige Einflüsse gab. Zu Beginn des Jahrhunderts kamen chinesische Künstler nach Paris und beschäftigten sich mit den Strömungen dort. Damals gelangte die Idee der abstrakten


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