Wie geil ist Style?

Kultur | Tina Thiel | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

"Lifestyle-Shopping" im "Urban Entertainment-Center"; das Ringen um den "Brand-Value" von Dingen, Personen und Staaten; das Selbst als Summe gekaufter "Identity-Goods" - Robert Misiks "Kult-Buch" bietet eine Tour d'Horizon durch den "Kulturkapitalismus" als "neueste Etappe der kapitalistischen Produktionsweise". Im Kulturkapitalismus, so der Tenor, wird nicht mehr vorrangig der Gebrauchswert von Dingen, sondern ihr kultureller Mehrwert produziert und konsumiert. Es zählt das "Image". Außerdem erwerben wir mit kulturell aufgeladenen Waren Identität, sie machen uns erst zu Trägern von Lifestyles und Werten.

In neun Kapiteln versammelt Misik nun theoretische Zugänge, die für ihn dieses kulturkapitalistische Paradigma begründen. Hier findet sich die Diskussion um den "Kreativen" als flexiblen Zeichenproduzenten und damit neue Arbeitnehmer-Leitfigur ebenso wie jene um die neuen Orte des Konsums, allen voran die Shoppingmall. Obwohl der etwas affirmative Ton, in dem Misik uns hier unter


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