Nüchtern betrachtet

Ich greife in die Wertedebatte ein

Kultur | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

Wir werden der Bedrohung durch den Islamismus vermutlich eher nicht durch Verfeinerung der Tischsitten Herr werden (was uns indes nicht daran zu hindern braucht, es zumindest zu versuchen), aber so eine kleine Besinnung auf jene Werte, die angeblich die unseren sind und uns von den anderen unterscheiden, wär vielleicht trotzdem irgendwie ganz okay. Man kann sich ja nur von anderen unterscheiden, nicht?! Zwar hat ein berühmter Mensch, vermutlich ein Franzose, behauptet, "ich ist ein anderer", aber der wollte damit nur in die Medien und war ansonsten blöd wie ein Bratapfel (was ihn freilich nicht daran gehindert hat, unter ungefestigten Menschen - Philosophen und anderen Hansguckindieluften - beträchtlichen Flurschaden anzurichten). Ich bin gegen jegliche Pathetisierung des Alltaglebens und will niemanden Bekenntnisse abringen, aber vielleicht ist es ganz hilfreich, wenn man hin und wieder vortritt und sagt: Für mich hat dies und jenes (k)einen Wert! Es gibt viele schwache und moralisch


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