Kunst des Schimpfens

Stadtleben | Joseph Gepp | aus FALTER 44/07 vom 31.10.2007

SPRACHE Eine ukrainische Wissenschaftlerin beschäftigt sich seit 15 Jahren mit dem Wiener Schimpfwortschatz. Oksana Havryliv über fantasievolle Schimpfwörter, wienerische Eigenheiten und Rückschlüsse auf die Gesellschaft.

Es war ein Scherz auf einer Studentenparty, der Oksana Havryliv vor 15 Jahren zu ihrer wissenschaftlichen Beschäftigung mit den bösen Wörtern der Wiener inspirierte: "Ich überlegte gerade, worüber ich meine Dissertation schreiben sollte", erzählt die 36-Jährige, "und zur Wiener Umgangssprache und zum Dialekt gab es schon so viele Arbeiten. Also sagte eine Kollegin: Schreib doch über den Schimpfwortschatz! Das war eigentlich als Scherz gedacht." Aus dem Scherz wurde Ernst, als die Germanistin in ihrer Heimatstadt Lemberg (Lviv) in der westlichen Ukraine mit ihrem Doktorvater über das Dissertationsthema sprach. Er war von der Idee begeistert - und Havryliv ist seitdem bei den Wiener Schimpfwörtern hängen geblieben. Sie studierte an der Iwan-Franko-Universität


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