Hero der Woche

Karl Korinek

Politik | aus FALTER 45/07 vom 07.11.2007

Ob er nicht lieber in die Politik gegangen wäre als in die Justiz, wurde Verfassungsgerichtshofspräsident Karl Korinek am Sonntag in der "Pressestunde" von Eva Weissenberger gefragt. Eigentlich nicht, meinte er darauf und lächelte wissend. Schade, denn liberale Konservative von seinem Format würden der österreichischen Politik guttun. Konsequent mahnt Korinek eine Reparatur des Fremdenrechtes ein, er warnt vor der allgegenwärtigen Onlineüberwachung, einer Verwässerung des Wahlrechtes durch E-Voting und Briefwahl und verweist Kärntens obersten Ortstafelstürmer Jörg Haider ganz nebenbei auf den ihm zustehenden Platz - indem er ihn in einem Atemzug mit dem "Bürgermeister von Bad Vöslau" nannte. Das ist die feine Klinge des aufgeklärten Citoyens, nicht der Vorschlaghammer des konservativen Populisten vom Schlage Missethon oder Platter. Nein, in der heutigen ÖVP wäre für Karl Korinek kein Platz..


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