Hinter der Front

Politik | Stefan Apfl | aus FALTER 45/07 vom 07.11.2007

KURDEN Pöbeleien, Messerstiche, Schüsse. Radikalisierte Türken rächen sich dieser Tage für die Bomben der PKK an österreichischen Kurden. Ein Weltkonflikt, der auch in Wien ernste Auswirkungen zeigt.

Das Sinnbild der Hoffnung trägt rot-weiß-grüne Querstreifen und eine Sonne mit 24 Strahlen in der Mitte. Es ist 17 Uhr, ein kalter Mittwoch Ende Oktober. 500 Menschen haben sich versammelt. Von den Journalisten, Kameraleuten, Fotografen, Verfassungsschützern und einer Handvoll Studenten abgesehen, sind heute nur Kurden gekommen. Einige halten die bunte Flagge Kurdistans in die Windstille des Wiener Ballhausplatzes. Es ist das Symbol eines Staates, den es nicht gibt, mit dem sie gegen einen Krieg demonstrieren, der lediglich eine Frage der Zeit zu sein scheint.

Seit Wochen droht die Türkei damit, Soldaten in den kurdischen Norden des Iraks zu schicken, um PKK-Guerillas aus den Bergen zu holen. Der politisch-militärische Konsens in Ankara wird von bellizistischem Trommeln türkischer


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