Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 45/07 vom 07.11.2007

Heute also mal Klischees. Dass die Vorstadtschönheiten von den "Desperate Housewives" eine klassische "Frauenserie" sind, weiß eh jeder. Auch die nervige Carrie und ihre Mädels, die "Sex and the City"-Schnepfen, waren schon nur was für BH-Trägerinnen. Und dann erst die tapferen jungen Ärzte von "Grey's Anatomy" (PRO 7, Mi., 21.15 Uhr), zum Beispiel die Herzige mit dem aufgespritzten Gesicht (Botox, Collagen, Eigenfett?, man weiß es nicht) und der Niedliche mit den tollen Haaren - wenn das nicht bloß was für Weiber ist! Glauben manche Kerle. Denn in Wirklichkeit sitzen nicht nur Frauen mit der Sehnsucht nach ein bisschen anspruchslosem Herzschmerz vor der jungen Patientin mit dem komplett zerstörten Gesicht, sondern auch genug Jungs - die tun dann halt so, als würden sie aus Fadesse zuschauen oder aus Liebe zur Freundin. Alles Schmäh, tatsächlich genießen sie genauso die Leiden, spooky OPs und Plattitüden im Seattle Grace Hospital. Aber keine Angst: Typen mit ausreichendem Testosteronpegel müssen nicht Formel 1 schauen und dabei Bier trinken, um bei uns männlich rüberzukommen.


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