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Kultur | aus FALTER 45/07 vom 07.11.2007

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Reportagen

Joachim Lottmann:

Auf der Borderline nachts um halb eins

Lottmann sei "richtig böse", hat Rainald Goetz schon in den Achtzigern bemerkt. Nachdem er damals genau ein Buch herausbringen durfte - den Roman "Mai, Juni, Juli" -, war der selbsternannte Erfinder der deutschen Popliteratur schon wieder weg vom Fenster. Jetzt, zwanzig Jahre später, ist er mit den Romanen "Die Jugend von heute" (2004) und "Zombie Nation" (2006) sowie als Deutschlandreporter für Blätter wie die taz oder den Spiegel zurück im Geschäft. Und polarisiert immer noch, denn seine Texte sind gerissene Geisterfahrten zwischen Literatur und Trash, über deren Wahrheitsgehalt man sich nie in Sicherheit wiegen darf. Schon gar nicht, wenn sie sich als Reportagen von "dem Mann, der beim Spiegel Joachim Lottmann war" ausgeben. Das vorliegende lustige Taschenbuch versammelt Texte für Zeitungen und Zeitschriften und

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