Ohren auf

K wie K-Records

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 45/07 vom 07.11.2007

Mitte der Neunziger war es ganz einfach: Stand auf einer Platte "K-Records", so war ziemlich sicher schrammeliger Indiepop mit punkigem Background drin, der weniger von technischer Raffinesse als von einer Extraportion Herzblut geprägt war. Schaut man dieser Tage in der Welt des vom Musiker und Pop- underground-Aktivisten Calvin Johnson 1982 gegründeten Labels aus Olympia, Washington vorbei (das "K"-Logo zierte als Tätowierung übrigens Kurt Cobains Arm), so ist die Überraschung groß: K-Records (Vertrieb: Trost) bringt zwar immer noch tolle Musik heraus, sie klingt aber ganz anders als damals.

Das titellose Debüt von Adrian Orange & Her Band ist dafür das beste Beispiel. Orange ist ein gerade dem Teenageralter entronnenes Käsegesicht, das aber schon mehr als sein halbes Leben der Musik verschrieben hat: Erstes Zusammenspiel mit dem Herrn Papa als Sechsjähriger, erste Liveauftritte in Punkschuppen mit zehn - diese Abteilung. Unterstützt durch eine vielköpfige, von schnittigen Bläsern


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