Unser Mann am Rand

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 45/07 vom 07.11.2007

MUSIK Der Jazzmusiker Harald Koelbl spielt die Klarinette gerne aus der zweiten Reihe und darf trotz seiner 47 Jahre immer noch als Entdeckung gelten.

Der 26er macht an seiner Endstation eine Schleife um eine kleine, baumbestandene Grüninsel. Von dort aus sind es - besucht man Harald Koelbl - noch ein paar Minuten zu Fuß, hinter der Neubaureihensiedlung beginnen die Felder. Der 47-jährige, in Schwechat aufgewachsene Wiener wohnt nicht nur am Stadtrand, er scheint sich überhaupt an der Peripherie eingerichtet zu haben. Nicht dass er etwas gegen mehr Aufmerksamkeit einzuwenden gehabt hätte, aber in die Szene gedrängt hat er sich eben auch nicht, und so kommt es, dass er im Vorjahr seine erste CD veröffentlicht hat - und das, obwohl das Quartett Harald Koelbl 4 bereits seit 1995 besteht.

Weil's auch schon wurscht war, hat Koelbl mit "In Kuhlen und Hohlwegen" auch noch das nicht eben megamäßig angesagte Genre "Jazz und Prosa" wiederbelebt und seine Musik mit Texten des frühverstorbenen


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