Atypical Jazz

Typisch Wiener Musik Galerie!

Kultur | aus FALTER 45/07 vom 07.11.2007

An drei Tagen im April 1982 fand im Museum des 20. Jahrhunderts ein "Internationales Improvisationsmeeting" statt, das erste Programm der Wiener Musik Galerie (WMG), die im Wesentlichen aus Ingrid Karl, ihrem Lebensgefährten Franz Koglmann sowie deren Telefon- und (mittlerweile) Internetanschluss besteht. Mit einem dreitägigen, unter dem Motto "Atypical Jazz" stehenden Festival begeht nun die WMG ihren 25-jährigen Geburtstag. Wie schon in den vorangegangenen Veranstaltungen und Festivals fokussiert es wieder auf Musikformen "am Schnittpunkt von Jazz und internationaler Moderne, in denen sich avancierte Kompositionstechniken in der Improvisation widerspiegeln und umgekehrt die Erfahrung der Improvisation in Komposition einfließt" (Ingrid Karl).

Franz Koglmanns Pipetet wird zwei Uraufführungen bestreiten (Gast: Julian Schutting), der Pianist Richie Beirach ein Soloprogramm; das String Trio of New York ist ebenso zu Gast wie das Trio des Pianisten Steve Kuhn mit der Sängerin Sheila Jordan, und neben Harald Koelbl (siehe Porträt) wird der 1927 geborene Bob Zieff, der in den Fünfzigerjahren in Kooperation mit Chet Baker neue Maßstäbe der Jazzkomposition setzte, den Samstag mit Eigenkompositionen für sein Chamber Jazz Ensemble gestalten. Begleitet wird das Festival von einer umfänglichen zweisprachigen Publikation, zu der unter anderen Konrad Paul Liessmann, Stuart Nicholson, Bert Noglik, Peter Rüedi oder der Psychoanalytiker Michael Turnheim beigetragen haben, von dem auch das Motto des Festivals stammt.

Von 9. bis 11.11. im Radiokulturhaus

(4., Argentinierstraße 30a).

Information: www.wmg.at


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