Flitterexplosion

Wolfgang Paterno | Stadtleben | aus FALTER 45/07 vom 07.11.2007

Shop Das Kaufhaus Schiepek feiert Jubiläum - und schenkt sich eine runderneuerte Filiale.

Vor zwanzig Jahren erlebten die Anrainer der Wiener Innenstadt gleichsam die Ankunft einer außerirdischen Lebensform. 1987 eröffnete Gabriele Schiepek in einer Straße hinter dem Burgtheater einen Modeschmucktempel, eine Festung des guten schlechten Geschmacks, eine Zentralanstalt des bunten Durcheinanders. "Zu Beginn beehrten uns ausschließlich Touristen", erinnert sich Schiepek, rötlichbraunes Wallehaar, rotes Plastikherz am Mantelkragen, rauchiges Timbre in der Stimme. "Es hat drei Jahre gedauert, bis sich auch die Wiener über die Schwelle wagten."

Das Kaufhaus Schiepek fügt sich inzwischen unauffällig in die Reihe der Geschäfte entlang der Teinfaltstraße, die Euphorie des Anfangs ist geschäftsmäßiger Normalität gewichen. Mit ihrem Lebenspartner Thomas Allamoda, kümmert sich die Perlenfachfrau um die Geschäftsagenden. In einer Beziehung ist sich Schiepek all die Jahre über treu geblieben:

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