Ein Hobby als Beruf

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 45/07 vom 07.11.2007

NEUES LOKAL Das Espresso Hobby, das Lokal mit dem seltsamsten Grundriss der Stadt, steht kurz davor, zu alter Größe zu finden.

Es kann natürlich am Alter liegen. Wie so vieles. Oder daran, dass gutes Alltagsdesign aus den Fünfzigern und Sechzigern einen Hype erlebt. Oder daran, dass man nach zahlreichen Italienaufenthalten und Espressodiskursen einmal realisiert hat, dass Wien nie und nimmer Mailand sein kann, soll und wird, dass es in Wien aber - von der Kaffeehauslobby stets erfolgreich bestritten oder zumindest diskreditiert - trotzdem eine lebendige Espressokultur gab. Jedenfalls entdeckt man da plötzlich Lokale, die eigentlich nur großartig sind, aus einer Zeit, als die Moderne noch wirklich modern war, und die es unter Umständen bis heute schafften, ihre Aura zu erhalten.

Das Espresso Hobby zum Beispiel, 1949 im Appelt-Hof errichtet, dessen trichterförmiges Portal den völlig seltsamen Grundriss des Espressos, in der Form eines Konzertflügels, zur Folge hat. Dieses Thema zieht


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