Haus, Bauen, Sex

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 45/07 vom 07.11.2007

THEATER Wie sich das Theater im Bahnhof ein Musical vorstellt: "The Sound of Seiersberg" im Schauspielhaus.

Der Abend beginnt mit einer Ouvertüre aus Geräuschen. Zu hören sind Verkehrslärm (sehr realistisch), eine Klaviermelodie (sehr billig) und Vogelgezwitscher (sehr künstlich). Es ist der Sound von Seiersberg, und so heißt auch das Stück, das jetzt gespielt wird. "The Sound of Seiersberg" ist eine Koproduktion des Grazer Schauspielhauses mit dem Theater im Bahnhof (TiB), das erstmals auf die große Bühne darf (sieht man von der Krankenhaus-Soap "LKH" in der Direktion Fontheim ab, die aber ursprünglich eine Probebühnenproduktion war).

Das TiB nutzt die Gelegenheit, einmal in großem Stil zu zeigen, was mit dem Begriff "zeitgenössisches Volkstheater" gemeint ist, den es auf seine Fahnen geschrieben hat. Ein lokalpolitisches Thema - die Invasion der Grazer in eine Shopping-Gemeinde im Umland - wird als Schwank auf die Bühne gebracht. Familie Knapp hat Graz fluchtartig verlassen,


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