Im Mocca-Museum

Wolfgang Kühnelt
Stadtleben, FALTER 45/07 vom 07.11.2007

GASTROTIPP Nach Anlaufschwierigkeiten ist das Sacher in der Herrengasse ein Kaffeehaus geworden, in dem man auch ernsthaft zu Mittag essen kann.

Weinroter Samt. Das güldene "S" auf allen verfügbaren Flächen. Der Ober mit gut trainiertem Spontan-Schmäh, die übrige Bedienung teilweise blutjung, eifrig bis leicht hoppertatschig. An den Wänden Fotos von zufriedenen Kunden, aufgenommen großteils in der Wiener Zentrale. Als da wären etwa Thomas Klestil, Vicky Leandros oder Maximilian Schell. Die Melange mit Schlagobers. Die Torte ein weltweiter Mythos. Das Café Sacher, seit dem Jahr 2003 auch im Zentrum von Graz. Was man an dieser Stelle nicht verschweigen sollte: Der Export des Wiener Klassikers in die steirische Landeshauptstadt ging anfangs nicht völlig reibungslos vonstatten. Frau Gürtler musste zahlreiche tadelnde E-Mails beantworten, tat dies aber so charmant, dass die Kritik bald leiser wurde. Es ist halt nicht leicht, heutzutage gutes Personal zu finden.

Mittlerweile ist das

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