Kurden in Graz

"Wir reden auch mit Türken"

Donja Noormofidi und Matthias Revers | Politik | aus FALTER 46/07 vom 14.11.2007

Im Kurdistan Informationszentrum in der Grazer Stahlgasse hängt das Konterfei des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan an der Wand, daneben eine Flagge mit rot-grünen Querstreifen, in der Mitte prangt eine Sonne. "Neunzig Prozent der Kurden hier sympathisieren mit der PKK und haben diese Bilder auch zuhause hängen", erklärt Ramasan Arslan. Er sitzt mit weiteren fünf Männern an einem Tisch, die anderen wollen ihre Namen nicht nennen. Die kurdische Community in Graz ist sehr zurückhaltend, was Interviews und Fotos betrifft, wenn es um Politik geht. "Ich will keine Probleme bekommen, auch nicht in der Heimat", heißt es. Arslan ist dagegen recht gesprächig. "Im Unterschied zu den anderen Vereinen sind wir auch politisch aktiv", erklärt er. Das Informationszentrum organisiert Diskussionen und Sprachkurse, aber auch Demonstrationen, derzeit sei aber nichts geplant.

In Innsbruck rotteten sich kürzlich Nationalisten, bewaffnet mit Baseballschlägern, vor einem kurdischen Vereinslokal

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