Spielplan

Kultur | Hermann Götz und Clara Pfaller | aus FALTER 46/07 vom 14.11.2007

Schluss mit dem Theater", sagt Günter Brus, wenn er am Ende seines ersten vollendeten Theaterstücks per Videoeinspielung auf der Bühne erscheint. Doch Theater im engeren Sinn ist es nicht, was Brus mit "Burleske Kunstfehler" für das Kunsthaus Weiz erdacht hat - eher ein "Spektakel mit Tiefgang", wie der Künstler und Bilddichter im Falter-Interview selbst angedeutet hat (siehe letzte Ausgabe), eine Revue mit Kabarett-Elementen. Dass er als Dramatiker über keine große Erfahrung verfügt, versucht Brus gar nicht zu kaschieren. Lieber verlässt er sich auf seinen ausgeprägten Sprachwitz. Den darf auf der Bühne der wohlbekannte Bernd Jeschek zelebrieren, wenn er in der Rolle des "Kunsttheoretikers" eine Flut an genialen und genialischen Kalauern über dem Publikum ausschüttet. Brus' Theoretiker-Karikatur entstammt offensichtlich der alten Schule und gebärdet sich als ebenso sprachträchtiger wie sinnleerer Heidegger-Klon. Die sprichwörtliche Abgehobenheit seiner Zentralfigur dient


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