Mitten in Europa: Gebell

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 46/07 vom 14.11.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Österreich ist bald nicht mehr EU-Außengrenze. Nicht viele scheinen sich darüber zu freuen.

Die Hunde hatten Schaum vorm Maul und hörten nicht auf zu bellen. Schwarze Kampfhunde. Groß, muskulös und nervös zischten sie hinter dem niedrigen Lattenzaun hin und her, der sie von der Straße trennte und den sie jederzeit überspringen hätten können. Es waren Staffordshire-Terrier. Als wir später einen Hundefachmann fragten, was wir tun hätten können, wären sie über den Zaun gesprungen und hätten unseren Teddybären von Hund, den sie anblafften, tatsächlich attackiert, antwortete er: "Gar nichts. Sie hätten nur zusehen können, wie sie ihn zerfleischen."

Die Szene spielte sich vor ein paar Jahren in einem Dorf jenseits der tschechischen Grenze ab, an einem jener Tage, da sich diese Grenze öffnete, damit man ausprobieren konnte, wie es sich anfühlt, wäre sie einmal nicht mehr da. Menschen waren nicht viele zu sehen. Auf beiden Seiten spürte man kein Interesse


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