Ins Ungewisse

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 46/07 vom 14.11.2007

AUSLAND Der Uno-Einsatz österreichischer Truppen im afrikanischen Tschad steht unversehens unter einem schlechten Stern.

Höchstwahrscheinlich haben die charismatischen Gründer der französischen Hilfsorganisation Arche de Zoe ihre abenteuerliche Aktion gut gemeint. Als humanitäre "Arche Noah", das suggerierte schon der Name, wollte man sich über alle bürokratischen Regeln hinwegsetzen, um Kinder zu retten, die in Darfur vom Völkermord bedroht sind. Monatelang bereiteten sich Familien in Frankreich darauf vor, ein Flüchtlingskind aufzunehmen. Viele spendeten mehrere tausend Euro, um die Rettungsaktion überhaupt möglich zu machen. Aber der Plan endete im Albtraum. Die 103 Kinder, die mit einem gemieteten Flugzeug aus Dörfern im Grenzgebiet in ein Aufenthaltslager der Provinzstadt Abeche gebracht wurden, von der aus der Weiterflug nach Paris geplant war, waren offensichtlich zum großen Teil keine Waisen. Die Organisatoren sind im Tschad inhaftiert. Ihr Schicksal hat zu einem derart


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