Einatmen!

Politik | Kurt Langbein | aus FALTER 46/07 vom 14.11.2007

MEDIZIN Streiklustige Ärztefunktionäre wollen die überfällige Therapie des Versorgungssystems der Patienten verhindern. Gut möglich, dass sie Erfolg haben.

Es drohten Zustände wie einst in der DDR, ließen uns die Spitzenfunktionäre der Ärzteschaft erschauern, die beabsichtigte "Staatsmedizin" würde die Patienten, vor allem aber die "persönliche Beziehung zu ihrer Ärztin und ihrem Arzt" nachhaltig schädigen. "Anonyme Behandlungszentren mit staatlich verordneter Normversorgung" würden in Hinkunft die Freiheit des ärztlichen Berufsstandes gefährden. Ein Streik wurde an-, ab-, angesagt und dann doch ausgesetzt.

So viel verbales Sperrfeuer mit Versatzstücken aus kalten Kriegstagen lassen auf erhebliche Aufregung schließen, deren Ursache den meisten Konsumenten von Medizindienstleistungen und wohl auch vielen Medizinern verborgen geblieben ist.

Tatsächlich hatten Ende September Vertreter von Bund und Ländern einen ungewöhnlichen Schritt getan: Bei den Verhandlungen um den Finanzausgleich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige