Red Bull verleiht Seiten

Stefan Apfl | Medien | aus FALTER 46/07 vom 14.11.2007

WERBUNG Red Bull gibt's jetzt auch zum Lesen. Was daran bedenklich stimmt.

Vergangene Woche, am Dienstag, dem 6. November, war es so weit. Ein unrasiertes Gesicht schaute von den Titelblättern acht österreichischer Zeitungen. Im Blattinneren lag ein "fast unabhängiges Monatsmagazin": Red. Bulletin. Auch hier das unrasierte Gesicht. Auflage: 1,1 Millionen Stück. Herausgegeben wird es vom Getränkedosenhersteller Red Bull. Der Konzern kaufte am Erscheinungstag auch gleich die Titelseiten der acht Zeitungen - darunter die Vorarlberger Nachrichten, die Salzburger Nachrichten, die Kleine Zeitung und die Presse.

Das war nur der Anfang. Bald soll Red Bulletin in Deutschland und irgendwann einmal in der ganzen Welt erhältlich sein. Was als Schülerzeitung für das Formel-1-Lager begann, könnte in einigen Jahren das auflagenstärkste Magazin am Globus sein. In der Medienlandschaft macht sich allmählich Nervosität breit - die ersten Schreibverbote werden angedacht. So ein "Monatsmagazin" wirft

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