Frösche in der Fledermaus

Christopher Wurmdobler | Kultur | aus FALTER 46/07 vom 14.11.2007

MUSIKTHEATER Es kann was Wunderbares sein: Die Volksoper hat zwei Drittel der Berliner Kabarettgruppe Geschwister Pfister für eine Hommage an den Operettenkomponisten Ralph Benatzky engagiert.

Singen gegen den Lärm der Stadt im Proberaum unterm Stadtbahnbogen vis-à-vis der Wiener Volksoper: rechts und links Verkehr, am Plafond grauer Stuck und Neonröhren, darüber rumpelt noch die U-Bahn. Großes Musiktheater, durch die Situation gebrochen, fast wie beim Schweizer Bühnenzauberer Christoph Marthaler. Ein erst blendend gelaunter, dann kurzzeitig beleidigter Tenor, der keinen Chor singen mag. Sängerinnen, die durcheinanderreden, lachen und planen. Hier noch ein guter Einfall, da eine noch bessere Idee. Probenchaos, das sich immer wieder in wunderbare Harmonie auflöst, wenn der Pianist in die Tasten haut und alles singt. Schrittfolgen werden basisdemokratisch festgelegt. Wollt ihr individuelle Posen? "Wir wollen eine gleiche!", ruft Andreja Schneider ins Chaos und strahlt. Sie ist das

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