Der supergute Mister Lynch

Joachim Schätz | Kultur | aus FALTER 46/07 vom 14.11.2007

ESOTERIK Der weltberühmte Filmemacher und neuerdings auch als New-Age-Missionar auftretende David Lynch präsentierte in Wien seine Roadmap zum Weltfrieden.

Die gute Nachricht zuerst: "Mulholland Drive" ist noch immer ein Wahnsinnsfilm. Davon konnte sich das Publikum vergangenen Sonntag zu Mittag überzeugen, als David Lynchs majestätischer Abschied vom Zelluloid (der Meister will fürderhin nur mehr auf Video drehen) auf die nicht minder stattliche Leinwand des Gartenbaukinos projiziert wurde. Ungleich größer als das Interesse an Lynchs wohlbekanntem Meisterwerk war aber das an seinem leibhaftigen Auftritt am Nachmittag, der erst Ende der Woche kurzfristig angekündigt worden war: Im Foyer, wohin das Publikumsgespräch zu "Film, Kreativität und Meditation" übertragen wurde, drängten sich die Interessierten wie zur Viennale-Primetime, während sich einzelne Unverdrossene bis kurz vor Beginn um Nummern für Saal-Restkarten bemühten. Auch die Skeptischeren unter den Besuchern wirkten

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