Permanent öffentlich

Stadtleben | Gabi Horak und Bettina Surtmann | aus FALTER 46/07 vom 14.11.2007

Rosa Lila Villa Vom besetzten Haus in den Achtzigerjahren zum etablierten Zentrum für die Community: Wie das Lesben- und Schwulenhaus seit 25 Jahren versucht, radikal anders zu bleiben.

Die Rosa Lila Villa ist ein offenes Haus. Doch um Mitternacht wird die schwere Eingangstür zur Linken Wienzeile versperrt und die Gäste des Café Willendorf müssen die Lokaltür in der Sperlinggasse benutzen. Das ist die spürbarste Veränderung nach dem Messerattentat auf einen Kellner im Oktober 2006. An der Selbstverständlichkeit als öffentliches, politisches und weithin sichtbares Lesben- und Schwulenhaus konnte der Angriff aber nichts ändern.

Marty Huber, Mitarbeiterin der Lesbenberatung Lila Tipp, definiert das Konzept der Villa als "permanent öffentlich sein". Diese Öffentlichkeit lädt förmlich dazu ein, an der knallrosa gestrichenen Hauswand oder auf dem Anrufbeantworter Beschimpfungen zu hinterlassen - damit leben die Aktivistinnen und Aktivisten. Nach der schwarz-blauen Wende im Jahr 2000


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