Tier der Woche

Kopfstücke

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 46/07 vom 14.11.2007

Wenn der scharfe Nordwind ans Hirngebein bläst, dann folgt man besser dem imperativen Rat wohlmeinender Eltern und setzt brav eine Mütze auf. Während aber Kindern und Frauen eine Vielzahl an Kopfbedeckungen zur Verfügung steht, die mit den Attributen "süß" bis "elegant" beschrieben werden können, müssen erwachsene Männer entweder stadtbekannte Exzentriker oder religiös verpflichtet sein, um ihr Haupt ohne Schmährede bedecken zu dürfen. Das liegt unter anderem daran, dass die hiesige Mützenkultur dank weicher Wolle samt Pudeln und Quasten nur narrenmäßiges statt mannhaftes Auftreten zulässt. Eine Mütze für Männer muss offenbar groß, steif und trophäenhaft sein. Wie zum Beispiel die britischen Bärenfellmützen. Ursprünglich wurden sie aber von Napoleons Garde getragen und dienten weniger dem Warmhalten fröstelnder Denkerstirnen als derem imposanteren Auftreten. "Ich habe niemals Soldaten gesehen, die schauderhafter aussahen als diejenigen der napoleonischen Garde,


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