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Politik | aus FALTER 47/07 vom 21.11.2007

GESPENST Das Gespenst osteuropäischer Wirtschaftsinvestitionen geht in der Steiermark um: Nach Gesprächen steirischer Industrieller mit der Aviacija Ukrainy ("Falter" 46/07), die laut Kiewer Quellen diese Woche in eine weitere Runde gehen sollen, wurde über ein Interesse der russischen Gazprom am stillgelegten Braunkohlekraftwerk Voitsberg spekuliert. Eine Variante, die von den Grünen wegen einer möglichen Energieabhängigkeit vom russischen Konzern gleich als "die schlechteste" bezeichnet wurde. Beim Besitzer Verbund gibt man sich über Voitsberg verschlossen und betont die rechtliche Unsicherheit, was eine mögliche Rückzahlung öffentlicher Förderungen bei erneuter Inbetriebnahme betrifft. Letzteres müsse auf EU-Ebene entschieden werden. Kürzlich hatte der Industrielle Mirko Kovats angekündigt, das Kraftwerk wieder in Betrieb nehmen zu wollen.

GESPANN Der Landesbeamte Herwig Hösele wurde erst kürzlich um alle VP-Nebenämter erleichtert. Der Grund: In seinem Buch "Landesfürst und Landesmutter" lobte er zwar seine Ex-Chefs Waltraud Klasnic und Josef Krainer, der jetzige Parteichef Hermann Schützenhöfer kam aber nicht gut weg. Doch die Landesmutter ließ ihren Sohn nicht hängen, sondern gründete mit ihm die Beratungsagentur "Dreischritt". Ob das Jungunternehmer-Duo auch die Parteifreunde bei der ÖVP oder gar die SPÖ beraten wird, ist noch unklar.


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