Am Nullpunkt

Kultur | Albert Kirchengast | aus FALTER 47/07 vom 21.11.2007

ARCHITEKTUR Raimund Abraham ist einer der international bekanntesten Absolventen der Grazer Architekturfakultät. Ein Gespräch anlässlich seines Kurzbesuchs über gebaute und gezeichnete Architektur, über Totengräber als Architekten und die Kreissäge im Atelier.

Der Concierge des Parkhotels stellte ihm, dem Stammgast vergangener Tage, gern die Suite zur Verfügung. Aber eigentlich wollte Raimund Abraham gar nicht mehr nach Graz kommen. Er muss in diesen Tagen noch zum Begräbnis seines guten Freundes Karl-Heinrich Müller. Gerade erst war der Rohbau des "Hauses für Musiker" in Hombroich fertiggestellt, hat Raimund Abraham auch schon die Lust daran beinahe verloren. Denn zur Fertigstellung, erzählt er, wollte er gerne ein Fest halten mit Müller, dem Bauherrn. So wie damals, als beide mit einem Zeremoniell in der kreisrunden, frisch-erdigen Baugrube einen für den Architekten Abraham eher seltenen Prozess begonnen hatten: Bauen.

Mit einem Schmunzeln räumt er nun das Plastikbouquet


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