Raimund Abraham

Archaische Architektur

Kultur | aus FALTER 47/07 vom 21.11.2007

1964 löste Raimund Abraham ein One-Way-Ticket nach Übersee. An der TU Graz hatte er zuvor studiert und zählte in Wien gemeinsam mit Walter Pichler, Hans Hollein oder Friedrich St. Florian schon zur visionären Avantgarde der Sechzigerjahre. In den USA widmete sich Abraham dann der Lehre, unterrichtete ab 1971 an der Cooper Union in New York und war Inhaber zahlreicher Gastprofessuren, in Harvard und Yale genauso wie in London und Straßburg. Dass er gelegentlich nach Graz zurückkehrte, ist hauptsächlich dem Architekten Günther Domenig zu verdanken, der bis heute ein Freund geblieben ist. Neben dem gezeichneten und gebauten Werk und seiner Lehrtätigkeit war es eine ganze Reihe von Ausstellungen im Museum of Modern Art New York oder auf der Architektur-Biennale Venedig, die Abraham zur charismatischen Identifikationsfigur gemacht hat, der sich auch nie ein Blatt vor den Mund genommen hat. Bis heute ist der gebürtige Lienzer, Jahrgang 1933, nicht gleichgültiger geworden.

Seine Realisierungen


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