Zoo

Stadtleben | Christof Huemer, Maria Motter und Tiz Schaffer | aus FALTER 47/07 vom 21.11.2007

Steirerinnen und Steirer der Woche

Auch wenn man weiß, dass es um Sessel geht: bestuhltes Konzert - das hat etwas Miefiges. Hinter der Bestuhlung eines Konzerts steckt die Annahme, dass Stehen und gleichzeitig verzaubertes Augenschließen für Menschen in ihrer Lebensmitte nicht mehr vereinbar sind. Man saß also im Hartberger Schloss. Und Kurt Wagner, Kappenträger, verheiratet, Raucher, "Lambchop"-Kopf bewies so einiges. Dass der US-amerikanische Alltag, durch ein halb volles, halb leeres Bierglas betrachtet, goldhell erstrahlen kann; dass Charisma keine Frage der Nachfrage ist; und dass Stimme und Gitarre reichen, um hinter den Ohren Symphonisches zu bewirken. Dabei wollte Wagner, der "Neues und Obskures" spielte, mit seinen Solokonzerten nur "etwas über sich selbst herausfinden"; die Verzauberung gab's obendrauf. Die kritischen Stimmen waren dabei vernachlässigbar: "Singer-Songwriter - schon okay, aber kann der net deutsch singen?"

Die lustigste Alternativ-Veranstaltung zum The Dome-Gekreische


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