Liebe Leserin, lieber Leser!


Klaus Nüchtern

Vorwort, FALTER 47/07 vom 21.11.2007

Das Böse ist immer und überall. Das Beste davon wird am Jahresende im mittlerweile legendären "Best of Böse" (BoB) veröffentlicht. Und bis dahin werden diejenigen Menschen, Tiere und Mächte, die es aufs Siegertreppchen des Malignen schaffen könnten, auf der Aufmacherseite des Kulturteils unter "Böse" verzeichnet. Gerade, wo sie um das Gute, Wahre und Schöne ringt, muss Kultur das Böse auch böse nennen, so wie das der unlängst verstorbene Norman Mailer in seinem jüngsten Roman getan hat, den Sebastian Fasthuber bespricht (siehe Seite 78). Wohingegen sich Joachim Schätz angesehen hat, wie Hollywood ums Gute ringt, dabei aber hauptsächlich heiße Luft produziert (S. 74). Dass eines jeden Menschen Lebensweg vom Kampf zwischen Gut und Böse bestimmt wird, ist ein alter Hut. Gerhard Stöger, Popkritiker und quasi Quotenkärntner des Falter, hat sich zum Glück für das Gute entschieden. Dabei hat ihm, wie er in einer persönlichen Erinnerung an eine auch exemplarische Jugend erzählt,

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