"Sexualität ist fein"

Politik | Robert Misik | aus FALTER 47/07 vom 21.11.2007

ISLAM Tariq Ramadan ist einer der umstrittensten, aber auch einer der brillantesten muslimischen Intellektuellen. Hier spricht er über Lust und Begehren, den westlichen Hedonismus und die Identitätsfindung durch Religion.

Tariq Ramadan, 45, gilt als Hoffnungsträger für eine muslimische Reformation in Europa, doch manche Islamkritiker sehen in ihm auch einen "Wolf im Schafspelz", einen verkappten Islamisten. Sein Großvater war der Gründer der ägyptischen Muslimbrüder. Gegenwärtig ist Ramadan Forschungsstipendiat an der Universität Oxford. Vergangene Woche war er auf Einladung des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen in Wien.

Falter: Herr Ramadan, es ist viel von der Rückkehr der Religionen die Rede. Was suchen Junge, die sich für den Islam begeistern?

Tariq Ramadan: Das ist ja nicht nur eine Sache der Muslime. Wir können das auf der gesamten Welt feststellen: Man wendet sich der Religion zu, weil man Sinn sucht.

Und mit den jungen Muslimen ist es das Gleiche?

Ja, aber es


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