Allah 2.0

Medien | Stefan Apfl | aus FALTER 47/07 vom 21.11.2007

INTERNET Live-Fatwas, Videopredigten, Koranverse als Klingeltöne: das Internet stellt den Islam vor neue Herausforderungen.

Luqman aus Indien sucht Rat. "Muss ich Allahs Strafe fürchten, wenn ich ein Internetcafé führe?", fragt er beim Fatwa-Dienst, einer virtuellen Plattform für islamische Rechtsgutachten, auf www.islamonline.net nach. Die Antwort kommt von weit oben, von Scheich Faysal Mawlawi, und fällt positiv aus: "Tatsächlich wird es Muslimen empfohlen, das Internet zu nutzen, um den Islam und seine Lehren zu verbreiten", schreibt der Vizechef des Europäischen Fatwa-Rates. Das Internetcafé geht also in Ordnung. Nachsatz Mawlawis: "Allah, der Allmächtige, weiß es am besten."

Islam und Internet. Wer an diese Kombination denkt, dem schießen zunächst dschihadistische Webseiten in den Kopf, aufgeregte Amateurvideos, in denen vermummte Männer mit Kalaschnikows in der Hand gegen den Westen wettern. 5000 bis 7000 solcher Seiten lassen sich im World Wide Web finden - die Zahlen


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