Ein unerbittlicher Engel

Kultur | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 47/07 vom 21.11.2007

ERZÄHLUNG Erich Hackls "Als ob ein Engel" begibt sich auf die Spuren der argentinischen Guerillakämpferin Gisela Tenenbaum, die im Alter von 22 Jahren verschwand.

Erzählungen nach dem Leben", wie sie Erich Hackl, Martin Pollack oder Alex Capus immer wieder vorlegen, entlang Ereignissen also, die sich "wirklich" zugetragen haben, sorgen innerhalb des Literaturbetriebs immer wieder für Erleichterung und werden deswegen zumeist sowohl von der Kritik als auch vom Publikum mit Wohlwollen aufgenommen: Endlich einmal nicht den Gehirnwindungen eines narzisstischen Autors folgen, sondern sich an einer Geschichte erfreuen, wie sie das Leben selbst schrieb - denn das Leben schreibt bekanntlich die spannendsten und grausamsten Geschichten. Die Redaktionsleistung des Autors gerät dabei leider nur allzu oft entweder aus dem Blickfeld oder wird als "hehre Tat" auf das außerliterarische Feld der Moral transferiert.

Der langen Rede kurzer Sinn: Erich Hackl hat es wieder getan - und dabei das feine Gespür


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