Meet the Hitlers

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 47/07 vom 21.11.2007

LITERATUR In seinem letzten Roman "Das Schloss im Wald" begibt sich der vor kurzem verstorbene Norman Mailer (1923-2007) auf die Suche nach den Wurzeln des Bösen.

Was haben Jesus, Marilyn Monroe, Lee Harvey Oswald, Muhammad Ali und Adolf Hitler gemeinsam? Genau, Norman Mailer hat jedem von ihnen ein dickes Buch gewidmet. Der am 10. November im Alter von 84 Jahren verstorbene Autor hat in seinen sechzig aktiven Jahren als Enfant terrible der US-Literatur eine Menge Holz gehackt, und in der Regel waren gerade die größten Bäume gut genug, um seine hemdsärmelige Imagination in Gang zu bringen. Mit Mailer ist einer der letzten Autoren alter Schule abgetreten, der in seinem Werk die ganze Welt umspannen wollte. Das galt von seinem furiosen Weltkriegsroman "Die Nackten und die Toten" (1948) an bis zu dem kurz vor seinem Tod veröffentlichten letzten Werk "Das Schloss im Wald".

Dieser "Roman mit historischer Grundlage", wie Mailer das Buch in seiner Vorbemerkung nennt, erweist den Autor als


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