Morrissey muss warten

Stadtleben | Gerhard Stöger | aus FALTER 47/07 vom 21.11.2007

JUGEND Wie man in den Achtzigerjahren in der Kärntner Provinz doch noch zum weltläufigen Menschen werden konnte. Bekenntnisse eines Vertreters der "Generation Sexkoffer".

Der Name meines Kärntner Heimatdorfs könnte mit "Himmelberg" treffender nicht gewählt sein. Du sitzt da in einem Tal und siehst neben den Kühen auf der Wiese im Prinzip nur Berge und den Himmel. Bei passendem Wetter tauchen die Karawanken am Horizont auf und erinnern in ihrer schroffen Schönheit selbst beim Blick in die Ferne gleich an die Beengtheit Kärntens, die sich ja nicht nur in der Landschaft manifestiert. Himmelberg liegt keine zwanzig Kilometer vom errechneten Mittelpunkt des Bundeslandes entfernt; am Weg zwischen Klagenfurt und dem Weltcup-erprobten Skiort Bad Kleinkirchheim hat man bei der Himmelberger Ortsdurchfahrt etwas mehr als die Hälfte des Wegs zurückgelegt.

Einen Fußballplatz gibt es im Dorf und eine Kirche, eine Abordnung der Landjugend und ein Musikkapelle, einen Schießsportverein und mehrere


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