Auch Geld hat Gefühle

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 48/07 vom 28.11.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Über Dollarschwäche, Rezession, damit verbundene Gefühle und eine echte Chance für Österreich.

Ich könnte hier jede Woche vom Geld reden. Geld regiert nicht nur die Welt, es regiert die Nachrichten. Die Armutskonferenz weist darauf hin, dass Menschen frieren, weil ihnen das Geld zum Heizen fehlt. Tourismusveranstalter jammern, weil ihnen die Russen bei den Hoteliers Kontingente vor der Nase wegbuchen; sie haben überzeugende Argumente, sprich mehr Geld. Das Pflegeproblem flackert auf, weil Vorarlberg bei der Förderung keine Vermögensgrenze einzieht. Es will den Leuten direkt das Geld geben und es sich notfalls vom Bund zurückholen. Der Dienstleistungsscheck ist ein Flop. Dabei hatten wir noch gar nicht die Finanznachrichten: Dort geht es weniger um Zahlen, Daten, Fakten als um Stimmungen und Gefühle. Der Analyst fühlt sich ein und bangt; der Analytiker war mir lieber, aber wo ist er geblieben? Gibt es überhaupt noch Nachrichten ohne Geld, ich meine solche,


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