Die Show von Annapolis


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 48/07 vom 28.11.2007

AUSLAND George W. Bushs Bemühungen um Vermittlung im Nahostkonflikt haben wenig Sinn. Hoffnung ist woanders.

Merkwürdigerweise interessieren sich amerikanische Präsidenten im letzten Jahr ihrer Amtszeit, wenn sie längst zur "lame duck" geschrumpft sind, gerne für den israelisch-palästinensischen Konflikt. Das große Vorbild ist stets Jimmy Carter, der mit Menachem Begin und Anwar al Sadat einen Frieden verhandelte, der bis heute hält, auch wenn die Palästinenser dabei in verhängnisvoller Weise links liegen gelassen wurden.

Bill Clinton zwang Ehud Barak und Jassir Arafat zur Klausur nach Camp David, als er fürchten musste, ausschließlich wegen Monica Lewinsky in Erinnerung zu bleiben. Immerhin sind Israelis und Palästinenser einander unter amerikanischer Schirmherrschaft in den folgenden Nachverhandlungen bei der Ausarbeitung eines detaillierten Friedensplanes so nahe gekommen, dass beide Seiten genau wissen, wie die kniffligsten Fragen zu lösen wären. Billiger gab es George

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