Streunen gegen rechts

Politik | Isolde Charim | aus FALTER 48/07 vom 28.11.2007

Jugendkultur Der Poptheoretiker Diedrich Diederichsen kommt nach Wien. Ein Gespräch über die "globale Diaspora" der Jugendlichen und die Bedeutung des Schnittes einer Jeans.

Der Kulturwissenschaftler und Journalist Diedrich Diederichsen gilt als einer der wichtigsten deutschen Poptheoretiker. Bis zum Jahr 2000 war er Herausgeber der Popkulturzeitschrift Spex. Seit 1992 arbeitet er als Dozent und ab 1998 als Professor an der Merz Akademie in Stuttgart. Er lehrt auch an der "Bildenden". Am vierten Dezember ist er Gast in der Reihe "Diaspora. Erkundung eines Lebensmodells" im Kreisky Forum.

Falter: War die Jugendkultur in ihren Anfängen eine "diasporische" Bewegung im Sinne eines Absetzprozesses gegen eine kulturelle Herkunft?

Diedrich Diederichsen: Auf dem Territorium des ehemaligen Nazireichs war sie das im doppelten Sinne, also auf besonders dramatische Weise: als US-amerikanischer Import und als antiautoritäre und sexualisierte Gegenkultur, und sie war verbunden mit imaginären Freunden


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