Kommentar

Die Nestroy-Gala tut nicht mehr weh

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 48/07 vom 28.11.2007

Bei der Nestroy-Gala am vergangenen Samstag hat sich Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) in der Statistik verheddert. Fünfmal so viele Menschen wie zum Wiener Derby Austria - Rapid würden in Wien ins Theater gehen, behauptete Mailath. Wenn das stimmt, dann müssten am Sonntag 55.000 Menschen die Wiener Theater gestürmt haben. Das scheint selbst in der Theaterstadt Wien unrealistisch. Aber wer weiß, was die Theaterreform noch alles bringen wird?

Apropos Kulturpolitik: Der Nestroy geht auf eine Initiative von Mailaths Vorgänger Peter Marboe (ÖVP) zurück. Der Wiener Theaterpreis wurde 2000 erfunden, um dem Theater mehr Glamour und Öffentlichkeit zu verschaffen - immerhin wird die Show ja im Fernsehen übertragen. Ob es dem Theater besser geht, seit es den Nestroy gibt, ist schwer zu sagen. Eines aber ist sicher: Die Nestroy-Gala hat sich im Lauf der Jahre zu einer relativ erfreulichen Veranstaltung entwickelt. Zumindest ist sie fast nicht mehr peinlich.

Hatte die Gala anfangs


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige