Angstlust in Reinform p

Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 48/07 vom 28.11.2007

MARKE HITCHCOCK Der Regisseur als Hofnarr und weiser Mann: Warum Alfred Hitchcocks alberne Auftritte in Trailern, Serien und Kinofilmen zum Fürchten so wichtig sind.

"You can call me Hitch, I don't have a cock." (Alfred Hitchcock)

Establishing Shot: Der Regisseur als menschliches Floß auf der Themse. Schnitt in die Großaufnahme, Hitchcock, dessen Äuglein im rosigen Gesichtsfleisch kaum zu sehen sind, wendet sich an die Kamera. "Sie werden sich wundern, warum ich so in London herumtreibe. Wissen Sie", nuschelt er in vertraulichem Ton, "in meinem neuen Film, Frenzy' geschieht an dieser Stelle ein entsetzlicher Mord."

Der Trailer für "Frenzy" (1972), seinen vorletzten Film, ist nur einer von vielen exzentrischen Auftritten, in denen Hitchcock die eigene Onkelhaftigkeit mit dem Versprechen auf Grausamkeit paart. Mit Vorliebe posiert er dabei als Touristenführer am eigenen Set und zeigt - ganz gschamster Diener - kommende Attraktionen her: Rod Taylors Wohnzimmer aus "The Birds" (1963), in


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