Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 48/07 vom 28.11.2007

Aby Warburg Wiewohl ihr Programm "mitunter als eine Aneinanderreihung von Blockbustern wahrgenommen werden mag", läge der Albertina die Wissenschaft besonders am Herzen. So lässt es der Pressetext zur Ausstellung "Aby Warburg - Der Bilderatlas Mnemosyne" wissen, die in den Studienräumen der Grafiksammlung zu sehen ist. Der normale Besucher wird diesen Ort schwer finden, denn man muss außen um die Albertina herumgehen. Zu sehen sind Rekonstruktionen der 63 Bildtafeln, die der deutsche Kunsthistoriker Aby Warburg (1866-1929) angelegt hat. Warburg suchte nach Ähnlichkeitsbeziehungen, Verwandlungen und Abstraktionen, die bestimmte Motive der Antike in der weiteren Kunstgeschichte erlebt haben. Ein Interesse von Warburgs Bildforschungen gilt dem Vokabular an Gesten, sogenannten Pathosformeln, das von den Griechen bis in die Renaissance und darüber hinaus Fortbestand hatte. Warburg hat nicht nur Gemälde, Skulpturen, Fresken und Tapisserien miteinander verglichen, sondern anhand von Briefmarken


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