Phettbergs Predigdienst

Kärnten visitiert

Stadtleben | aus FALTER 48/07 vom 28.11.2007

Naturgemäß, würde Thomas Bernhard sagen, ist jede neue Passage die Erweckung einer neuen Hoffnung. So auch vergangene Woche meine Visite Kärntens. Der Kulturverein Feldkirchen hat sich partout in den Kopf gesetzt, mich einzuladen. Die erste größere Reise nach meiner Krankheit. Es lag also ein Zauber über diesem Termin. Und an der Tür stand tatsächlich eine Gestalt wie aus "Teorema", als ich in Klagenfurt der Südbahn entstieg: Pasolini hätte es nicht schöner in seinem Traumbuch stehen haben können: Er war blutjung, sah himmlisch aus. Ziemlich hoch gewachsen, hatte ein Loch in seiner Gesäßtasche, natürlich traumhafte Bluejeans an und war ausgewachsener Jagdmeister. Nebenbei studiert er Betriebswirtschaftslehre und war dermaßen freundlich, dass ich nimmer weiterschreiben könnte, wenn ich nicht nun berichten müsste! Es rankten sich fünf, sechs Interviews nach mir: Dies alles von ihm meisterhaft arrangiert. Ein himmlischer Jungbrunnen, wie es nur einer ersehnt, der einmal

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