Immobiltelefone

Stadtleben | Michael Ziegelwagner | aus FALTER 48/07 vom 28.11.2007

Manche Stadtmöbel verlieren ihre Funktion. Oft verschwinden sie schon vorher aus dem Bewusstsein. Zum Beispiel: Telefonzellen.

Man will ja Humanist bleiben. Aber wünscht man nicht manchmal, wenn in der Straßenbahn ein Zeitgenosse in sein Handy brüllt, ebenjenen in eine enge Zelle quadratischen Zuschnitts gesperrt, einen Schritt breit, einen Schritt lang, relativ lärmdicht, die Tür gut geschlossen? Und weil früher bekanntlich alles besser war, erinnert man sich zurück an die goldenen Zeiten diskreter Kommunikation, als sich öffentliche Telefonate noch in Telefonzellen abspielten.

Sie werden immer weniger, die Zellen. Manche von ihnen haben inzwischen die Tür eingebüßt und sind somit eher Nischen, in denen Wind und Regen beim Telefonieren sanft über den Rücken streichen. Hannes Swoboda, damals Planungsstadtrat, lobte bei der Aufstellung der ersten Nische 1996 deren gute Zugänglichkeit und die "transparente Gestaltung", die "den Benutzern Sicherheit" vermittle. Daneben existieren


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